Klaus Stenner

Unterwegs mit dem Motorboot

oder: Mit dem Kult die Elbe 'runter und durch den NOK


Die Entschuldigung :-)

Eigentlich bin ich ja Segler. Sportler sogar. Und zwar ein richtiger. Mit meinem Hobie 18 findet man mich üblicherweise auf der Kieler Förde oder in der Eckernförder Bucht. Naja, und wenn mich der Ehrgeiz packt, dann schaffe ich es von Kiel-Schilksee nach Bagenkop in ca. 1,5 Stunden zum Hotdog-Essen. Und zurück natürlich auch. Aber genug geprotzt. Ansonsten gehe ich mit einem Freund und dessen 8m-Yacht eher unregelmäßig auf diverse Kurztörns durch die dänische Südsee.
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Die Vorgeschichte

Ein Moderboot???? Ich????

Die Idee zu einem Motorboottörn geistert schon seit einigen Jahren durch meinen Kopf. In verklärter Erinnerung an meine Führerscheinprüfung SBF (offenes Fischerboot mit 8PS-Einzylinder, wegen seines Motorgeräusches nur "Kult" genannt) wollte ich mit so einem Boot mal eine Kanaltour von Kiel aus nach Rendsburg machen. Irgendwo am Ufer festmachen und im Schlafsack den vorbeifahrenden Dickschiffen zugucken.
Naja, und dann war da noch irgendwann eine Hafenrundfahrt mit einer kleinen Barkasse in Hamburg. Es war zwar ganz nett und vor allem richtig touristig, aber irgendwie zu kurz.
Also machte ich mich auf die Suche nach einem geeigneten zu mietenden Boot. Ich fragte diverse Fischer, andere Segler, sogar Landratten Aber entweder gibt es Segelboote in allen erdenklichen Größen und Ausstattungen, diverse Motorboote mit Wohnzimmer inkl. Sat-TV und Videorecorder oder Hausboote zu mieten. Das alles sollte es aber nicht sein. Ich wollte meinen Kult.
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Das Boot

Als anständiger Kieler kann man zur Kieler Woche nicht segeln gehen. Zumindestens nicht in Kiel. Also greife ich mir meine Kinder und gehe zur Kiellinie. Das ist u.a. eine große Wiese direkt am Wasser mit diversen Hüpfburgen, Bierbuden und Musikzelten. Als guter Papi liegt man dann auf der Wiese, schaut seinen Kindern beim Hüpfen zu und läßt den Blick über das emsige Treiben und die Förde schweifen. Doch da, da liegt es: mein Boot! Es ist eine alte Pinasse. Ich beschließe, es mir einmal näher zu beschauen. Genau so etwas sollte es sein: ca. 9m lang, gerader Steven, eine kleine Koje im Vorschiff, ein Steuerhaus, ein überdachtes Achterschiff, ein Kanonenofen und ein 30PS-Diesel.
Während ich so schaue, kommt der Skipper von einer Bierbude wieder und wir kommen ins Gespräch. Er erzählt von seinem Liegeplatz im Hamburger Kohleschiffhafen, ich von meiner Idee. Nach 2 Stunden haben wir die Telefonnummern getauscht und sind uns einig. Er leiht mir sein Schiff.
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Es geht los!

Der Liegeplatz

Am einem Sonntag abend im August bringt meine Frau mich und meine Kinder (Tristan, 8 und Magnus, 6) nach Hamburg und setzt uns im Kohleschiffhafen bei dem Boot ab. Wir verstauen unser Gepäck und die Verpflegung für die nächste Woche.
Der Eigner erklärt mir kurz die gesammelte Technik und wir fahren los. Es geht zu einer kleinen Einweisungsfahrt aus dem Kohleschiffhafen hinaus. Vorbei an den Türmen der Hamburger Kläranlage und dem Toller-Ort-Terminal gebt es auf die Elbe, direkt vor den St.Pauli-Landungsbrücken. Gute Güte, ist da abends noch ein Verkehr auf dem Wasser :-) Außerdem werden wir noch Zeuge, wie irgendein Kreuzfahrer bei Blohm+Voss im Schwimmdock eingedockt wird. Das fanden die Kinder richtig spannend. Und das späte Zubettgehen sicher auch.
Neben uns liegen an diesem Anleger noch diverse andere Boote, die zum größten Teil sogar bewohnt sind. Da ist Kurt, der mit seinem Vater zusammen auf einem alten Schlepper (Bj. 1904) wohnt und seit ca. 7 Jahren das Schiff wieder flottmacht. Er hat gerade einen Ölwechsel (ca. 100l SAE30) gemacht und streicht jetzt seinen Motorraum.
Dann ist da ein Ehepaar mit zwei Hunden, die auf einem dänischen Kutter (ca. 30m lang) leben und gerade von einer Nordseerundfahrt zurückgekommen sind.
Direkt uns gegenüber liegt eine 17m-Segelyacht mit zwei Familien an Bord. Sie haben ihr landgestütztes Hab und Gut verkauft und in den letzten 3 Monaten das Segelboot für eine Weltumsegelung ausgerüstet. Übermorgen soll es dann losgehen.
In einem alten Fahrgastschiff ("Grachtendampfer" aus Amsterdam) läuft dauernd eine Pumpe, damit es auch morgen noch oberhalb der Wasseroberfläche schwimmt. Sein Eigner will es im Laufe der nächsten Jahre zum Hausboot umbauen.
Am Steg gegenüber liegt ein altes Fahrgastschiff (ein ausgedienter Hamburger Wasseromnibus). Das ist das Domizil eines Architekten, der hier auch sein Büro betreibt. Und für Ausflüge in die Innenstadt und zum Einkaufen hat er einen kleinen Flitzer (ein altes Berliner Autoboot) am Heck liegen
Und dann ist da noch Uwe, so eine Art Deichgraf des Steges. Er residiert auf einem alten Kohlenleichter, in dem er eine Wohnung mit Keller eingerichtet hat.
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Der erste Tag auf See / Montag

Naja, wenn man denn den Hamburger Hafen als die See bezeichnen kann. Es geht also los zu unserer Hafenrundfahrt. Nach einem ausführlichen Frühstück und bei blendendem Wettter fahren wir aus dem Kohleschiffhafen. Erst mal raus auf die Elbe. Gegenüber den St.-Pauli-Landungsbrücken werden gerade die beiden Schwimmdocks wieder geflutet. Der Kreuzfahrer von gestern abend soll raus und ein Containerschiff wartet bereits vor dem anderen Dock auf das Einschwimmen. Das wird wohl noch ein wenig dauern und wir so fahren erst einmal weiter elbaufwärts und biegen dann nach rechts ab. Dort ist ein großes Containerterminal und wir schauen den Kränen beim Abladen der Container zu. In der Mitte des Hafenbeckens liegt ein Schiff, daß an den Dalben festgemacht hat. Die Kinder können es gar nicht fassen, wie klein sie (und ich und unser Boot) im direkten Vergleich sind.
Es geht weiter, wir kommen vorbei an diversen Kais und Lagerhallen und Schiffen. In diesen Weiten des Hafens finden sich viele interessante Dinge: Hier ist ein Schuppen eines Taucherunternehmens, an dem diverse Anzüge und Utensilien zum Trocknen hängen. Dort sehen wir einen Garten , der direkt neben einem Wohnschiff festgemacht ist.
Mittags wird das Boot immer langsamer, es geht immer mühsamer voran. Hmmmm, sollte uns das Niedrigwasser in einem Seitenkanal erwíscht haben? Gut, daß da gerade ein Ponton am Ufer liegt. Wir machen dort fest und die Köstlichkeiten in Form des "Texanischen Feuertopfes" werden zum Verzehr vorbereitet. Nach einer kleinen Mittagspause geht es dann weiter, wir fahren durch die Speicherstadt und wieder durch diverse Hafenbecken. Überall gibt es was zu entdecken. Da ist zum Beispiel das Schiff, das noch ganz normal aussah, als wir in das Hafenbecken kamen. Auf dem Rückweg der keine Schreck: das Schiff geht ja auf!. Der Bug klappt auf und das Schiff läuft voll Wasser! Wir gehen bei einem Arbeitsboot längsseits und lassen uns erklären, was da gerade passiert.
  • Um Binnenschiffe (deren Freibord in beladenem Zustand in meinen Augen immer sehr, ähmmmm, "bedenklich" erscheint) bzw. deren Ladung zum Beispiel nach England (ins Binnenland) zu transportieren, spart mann sich das zweimalige Umladen der Ladung (zeitaufwändig!). Statt dessen hat man spezielle Schiffe (eben die Bacoliner) gebaut, die geflutet werden können. Wenn das Schiff voll Wasser ist, werden von einem Schlepper bis zu sechs Binnenschiffe / Leichter in den Rumpf bugsiert, die Klappen werden geschlossen und das Schiff wird leergepumpt. Dann geht es auf große Fahrt über die Nordsee. In einem englischen Seehafen werden die Binnenschiffe wieder ausgeladen und fahren dann auf eigenem Kiel durch Kanäle zu ihren Bestimmungshäfen.
Gegen 18:00h sind wir dann wir an unserem Liegeplatz. Nach einer kurzen Diskussion über die zu öffnenden Dosen wird eine Entscheidung zugunsten eines Döners auf dem Fischmarkt gefällt. Es geht also noch mal raus. Endgültig sind wir dann gegen 21:30h wieder am Liegeplatz fest. Die Kinder gehen in die Koje, der sich so aufopfernde Vater darf noch mal rüber zu Kurt und (flüssige) Ölgespräche mit Kurt auf dessen Schlepper führen....
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Dienstag: Auf zum Baden

Anscheinend ist es in der Vorschiffkoje doch ein wenig eng. Oder aber die kleinen Brüder treten nachts zu doll. Auf jeden Fall ist Tristan nachts noch ausgezogen und hat den Rest der Nacht auf der achterlichen Ducht verbracht.
Beim Frühstück legen wir den Plan für den heutigen Tag fest. Kurt hatte mir gestern abend von einem Badesee elbauf erzählt. Der Oortkatensee liegt direkt hinter dem Elbdeich an der Gabelung von Norder- und Süderelbe im Süden Hamburgs. Dort wollen wir also heute hin. Erst mal raus aus de, Kohleschiffhafen und gleich "links um die Ecke" in die Süderelbe / den Köhlbrand. Da geht es gleich unter der Köhlbrandbrücke (dies Autobahnbrücke, die man als Autofahrer immer schon von weitem sieht) durch und immer weiter nach Süden. Nach und nach (vorbei an diversen Lagertanks und Raffinierieanlagen....) verliert die Elbe hier ihren städtischen und industriellen Charakter, es wird ruhiger und ländlicher.
Das Log zeigt immer konstant 7kn an. Das ist eine gute Reisegeschwindigkeit und ich denke auch, daß wir gut voran kommen. Aber der Kontrollblick auf die Fahrwassertonnen und die Uhr sagen mir, daß wir über Grund gerade mal 3kn schaffen. Vielleicht hätte ich doch auf Kurt hören sollen, der gestern abend noch was von "früh aufstehen, mit der Tide los" erzählte? Naja, mühsam ernährt sich das Eichhörnchen. Gegen Mittag kommen wir dann endlich an. Direkt am Badesee gibt es hinterm Deich einen Hafen (sogar mit einer Werft!). Wir machen fest und gehen baden.
Natürlich trifft uns das Schicksal auf der Rückfahrt mal wieder hart. Und zwar gleich doppelt. Daß wir nach Murphy wieder gegen den Strom fahren, versteht sich ja fast von selbst. Ab morgen wird das alles anders! Aber 1sm über Grund ist trotzdem zu wenig. Und das bei Vollgas... Genervt gehen wir nach geraumer Zeit in einen kleinen Hafen ("Buntes Haus"), ich krame Taucherbrille und Messer raus und überwinde mich, in diese Brühe hinabzutauchen. Vielleicht hat sich ja ein Tampen oder so was in der Schraube verfangen. Aber ich kann nichts finden. Also geht es wieder weiter. Und jetzt will dieser @$§&%-Motor plötzlich nicht mehr anspringen. Ich stehe naß und dreckig da und meine Kinder bekommen eine kleine Nachhilfestunde in schmutzigen Flüchen. Doch da bricht mein Blick, ich seh da vorn..... Der Bowdenzug des "Totmachers" (Abreglers der Einspritzpumpe) hat sich gelöst. Einmal kurz festziehen und schon geht es mit 5sm über Grund weiter. Kann das Leben schön sein. Und noch schöner wird es, wenn ich gleich am Steg (mit einem Schlauch...) geduscht habe.
Für den weiteren Rückweg haben wir uns für den Weg durch Wilhelmsburg / den Reiherstieg entschieden. Abends grillen wir dann mit diversen Nachbarliegern am Steg.
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Mittwoch: Wir kriegen Zuwachs

Nun ist erst mal genug mit Hafen und Familie. Mein Freund Gunther wird für den Weg von Hamburg nach Rendsburg zusteigen. Er kommt mit zwei älteren Kindern (12 Jahre). Nach dem Frühstück geht es also los, wir nehmen Gunther & Co. am Fischmarkt an Bord.
Heute werde ich dann den Beweis antreten, das Lebewesen der Spezies Mensch doch lernfähig sind: Es wird nur mit der Tide gefahren. Und es wird vorher ein Blick in den Tidenkalender geworfen. Also geht es sofort mit ablaufendem Wasser elbab in Richtung Brunsbüttel. Wir nehmen Abschied von Hamburg und es geht vorbei an den Hamburger Vororten voran. Inzwischen haben sich die Kinder kennengelernt und auch gemeinsame Interessen festgestellt: Comics und Computer. Mit zunehmender Entfernung von Hamburg wird die Elbe auch immer breiter, die Schiffe werden weniger. Wir halten uns am schleswig-holsteinischem Ufer. Kurz nach Mittag laufen wir dann in Glueckstadt ein und machen erst mal Pause, um wieder auf ablaufendes Tide zu warten. Außerdem haben wir Hunger, die nächsten Dosen serbische Bohnensuppe werden ihrer Zweckbestimmung zugeführt. Anscheinend sind wir nicht die Einzigen, die hier wieder auf die kippende Tide warten, der Hafen ist recht voll. Dabei sehen wir auch einige merkwürdige Boote. Was man mit handwerklichem Geschick doch so alles schwimm- und segelfähig machen kann :-) Das Ding war in einem früheren Leben mal ein "Sedimentationsabsetztank" bei einem Pharmaunternehmen. Nach Angaben des Eigners ist die Tonne sogar seetüchtig.
Nach dem Essen machen wir einen Spaziergang dür Glückstadt und kaufen noch ein wenig Obst und Gemüse ein. Da es sehr heiß ist und der Weg zum nächsten Schwimmbad zu Fuß nur sehr mühsam zu schaffen ist, gibt es zu Abkühlung eine Wasserschlacht. Jeder bekommt ein Gefäß (von der Tasse für die Kleinen bis zum Eimer für die Übermütigen) und wir versammeln uns an den Wasserhähnen auf dem Hafendeich.
Mit dem Kippen der Tide laufen wir abends noch aus in Richtung Brunsbüttel. Um 22:00 Uhr geht es dort durch die Schleuse und wir machen im Getreidehafen fest und bauen die Betten. Mit sechs leuten an Bord ist doch ganz schön ähm, "gemütlich".
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Donnerstag: Der Kanal

Da es gestern Abend etwas später wurde, gibt es heute ein spätes Frühstück und einen langen Spaziergang über den Elbdeich. Gegen Mittag machen wir uns dann auf den Weg durch den Kanal. Zu meinem Glück hat Simon, Gunthers Sohn inzwischen Gefallen an einem Steuermansdasein gefunden und fühlt sich ganz stolz am Steuer.
Nach dem Studium des umfassenden Kartenwerks (nicht lachen jetzt, ein Shell-Atlas....) entscheiden wir uns für den romatischen Weg: durch die Giselauschleuse und die Eider nach Rendsburg. Und dann in Rendsburg wieder auf den Kanal. Dort wollen Gunther und sein Nachwuchs dann aussteigen. Durch die Schleuse des Giselaukanals kommen wir gut durch. Mich irritiert nur die Bemerkung des Schleusenwärters, daß wir heute sicher nicht mehr wieder aus der Eider rauskommen. Was will uns der Autor damit sagen? Wir sollen es wenig später merken. Der Weg durch die Eider ist auch sehr schön, wir kommen an vielen Wiesen vorbei und können diversen Kühen fast ans Euter fassen. Mal ganz was anderes als die Weite der Elbe. Gegen 19:00 Uhr kommen wir im Untereiderhafen in Rendsburg an. Gunther nebst Anhang gehen nach Hause und wir wollen weiter.
Jetzt beginne ich auch die Bemerkung des Schleusenwärters zu verstehen: Hier ist eine Sackgasse, in Rendsburg ist die Eider ein ein Rohr gezwängt. Und da geht unser Boot nicht durch :-((( Also wieder zurück zur Giselauschleuse.... Der Rückweg ist nicht mehr ganz so gemütlich, da es immer dunkler wird und wir uns mit dem Suchscheinwerfer die letzten 3sm zur Schleuse "vortasten". Um 22:45 Uhr mache ich am Außenschlengel der Kanalschaleuse fest, die Kinder schlafen bereits tief und fest.
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Freitag: Heimat, wir kommen!

Am nächsten Morgen nehmen wir dann die erste Schleuse um 8:00 Uhr und fahren recht zügig durch den NOK nach Kiel. Um 13:00 Uhr machen wir dann nach unspektakulärer Fahrt in Kiel-Holtenau fest. Heimat, du hast uns wieder.
Meine Frau kommt an Bord und will die Kinder abholen und bringt auch die Mannschaft für den Rückweg nach Hamburg: Lutz (der mit der Delanta, s.o.) nebst Sohn (schon ein wenig älter (21 J.). Lutz ist früher einige Jahre auf einem Stückgutfrachter zur See gefahren und hegt ganz nostalgische Gefühle ob der kommenden Fahrt. Inzwischen hat sich mein großer Sohn entschieden, nicht mit nach Haus zu fahren, er will mit uns die Rückfahrt auch noch machen. Um 16:00 Uhr legen wir dann in Kiel ab, es geht zurück. Unterwegs stellt Lutz fest, daß wir keinen Sherry (für den Festmacherschluck) und keine Grillkohle mehr haben. Also machen wir in Rendsburg fest und gehen erst mal einkaufen. Gut, daß es vom Kanal zum Supermarkt nur gut 50m sind, da müssen wir nicht so lange schleppen. Nach dem Einkauf geht es weiter bis zur Giselauschleuse (inzwischen kenne ich sie ja ...), wo wir die Nacht verbringen.
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Samstag: Sentimental Journey

Erstaunlich, welche Völkerwanderung die Klingel des Schleusenwärters auslösen kann: Um 8:00 Uhr findet die erste Schleusung statt. Wir warten den Herdentrieb erst mal bei einem guten Frühstück ab und fahren dann nach dem Studium des Tidenkalenders (jaja, ich habe gelernt ;-) ) gemütlich weiter in Richtung Brunsbüttel. Dort vertreiben wir uns die Zeit bis zum Niedrigwasser der Elbe mit einem Stadtbummel und kaufen für die Vergesslichen unter uns noch ein paar Unterhosen.... Nein, Namen werden hier nicht genannt.
Kurz vor fünf kommen wir dann durch die Schleuse und fahren elbaufwärts wieder nach Hamburg. Lutz steht am Steuer, erzählt seinem Sohn mit leuchtenden Augen von vergangenen Tagen auf der Brücke seines Schiffes. Ich habe zwei Gartenstühle aufs Achterdeck gestellt und so fahren wir dem Sonnenuntergang entgegen. Gegen 21:30 Uhr machen wir wieder im Kohleschiffhafen fest und werden von der Steggemeinschaft herzlich in Empfang genommen.
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Sonntag: Alles hat ein Ende...

Heute heißt es Abschied nehmen: Nachbar Uwe bringt uns mit seinem Stadtboot zur U-Bahnstation am Sportboothafen. Nach einem sentimentalen Blick zurück geht es dann mit der U-bahn zum Bahnhof und von dort mit der Bahn wieder nach Hause.

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das ganze im Schnelldurchlauf

Und wem der Text bis hier her zu lang war, der möge sich den Schnelldurchlauf mit genauen Zeitangaben zu Gemüte führen.
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