Verbindungsaufbau mit SLIP

Beim Login werden die Fragen und Antworten beim Verbindungsaufbau abgearbeitet. Die Login Sequenz arbeitet das automatisch nach dem immer gleichen Muster ab:

Frage des Servers - Antwort des PCs - Frage des Servers ...

Ich gehe davon aus, daß die neueste Version von SLIPPM.EXE vorliegt. Wer noch die ältere Version hat, sollte sich bei nächster Gelegenheit die Datei PPP.ZIP besorgen. Um überhaupt eine Verbindung ins Internet zu bekommen, kommt man um ein REXX-Skript leider (fast) nicht herum. Ein Möglichkeit ist aber sich die nötigen Updates aus dem PD-Archiv der Toppoint zu besorgen.

Es gibt zwei Möglichkeiten die Login Sequenz zu schreiben:

1) bei fester IP-Adresse kann die einfache ASCII-Textform benutzt werden;

2) bei 'dynamischer' Vergabe der IP-Adresse durch den Server kann ein Rexxskript oder eine Responsedatei benutzt werden, die den Rechner mit den beim Login erhaltenen Informationen konfiguriert.

Für Rechner mit fester IP-Adresse steht im Verzeichnis \tcpip\etc ist Datei 'SAMPLE.RSP', die ein Beispiel für eine Responsedatei ist. Diese Datei muß editiert werden. An die Stelle der Platzhalter müssen die Telefonnummer, Loginname und Passwort eingetragen werden. In das Feld Login Sequenz wird dann der Name der Responsedatei eingetragen. Eine einfache Datei sieht etwa so aus:

---------------------------------------------------------
atz
OK
atdt549063
NNECT
\r
ogin:
slip-kapeka
word:
irgendeins
----------------------------------------------------------
Beispiellogin der einfachsten Art

atz wird ans Modem geschickt, dann wartet SLIP auf OK vom Modem und sendet die nächste Zeile mit der Telefonnummer. Wenn NNECT, als Wortteil von CONNECT zurückkommt, wird ein ENTER (\r) abgeschickt. Auf die Frage Login:, auch hier genügt wieder ein Teil des Wortes, wird der Loginname zurückgegeben, usw.. Wenn nach dem Passwort auf der Gegenseite das Protokoll gestartet wird, ist die Verbindung hergestellt. Sollten noch andere Eingaben nötig sein, stellt man am besten erstmal mit einem Terminalprogramm eine Verbindung her, loggt sich ein und arbeitet sich bis zum Start des Protokolls vor. Dabei sollte man unbedingt notieren, auf welche Fragen wie reagiert wird. Diese Abfragen müssen in der Responsedatei jeweils in einer Zeile stehen, ebenso die Antworten. Sollten die ersten Versuche nicht klappen, sollte man sich immer die Responsedatei auf kleine Fehler ansehen, die meisten Fehler lassen sich hier schnell beheben.

Eine etwas längere Loginprozedur ist unten dargestellt. Hier ist vor dem Loginnamen, wie bei der Toppoint, eine Hostabfrage nötig. Nach dem Passwort gelangt man auf einen Prompt ($), auf dem das SLIP-Protokoll gestartet werden muß.

------------------------------
atz
OK
atdt549064
NNECT
\r
host:
slip
ogin:
slip-kapeka
word:
irgendeins
------------------------
Login mit Hostabfrage und Prompt

Die Fragen und Antworten können auch direkt in das Feld Login Sequenz eingetragen werden, wobei dann die Initialisierung des Modems und der Wahlstring 'atdtxxxx' weggelassen werden.

Stünden der Toppoint weniger Adressen zur Verfügung als Benutzer da sind, wäre die dynamische Adressvergabe üblich. Der eigene Rechner weiß also beim Start nicht, welche Adresse er hat. Die zugeteilte Adresse nach dem Login muß abgefangen werden, und bevor die Verbindung steht muß der Rechner noch konfiguriert werden. Eine einfache Responsedatei mit dynamischer Adreßangabe sieht dann etwa so aus:

--------------------------------------------------------
atz0
OK
ATDT549064
ost:
online
ogin:
kapeka
word:
irgendeins
SL/IP\ssession\sfrom\s[$IPDEST]\sto\s[$IPADDR]\sbeginning...
-------------------------------------------------------
Response-Datei mit dynamischer Adressvergabe

Die Escapezeichen \s stehen für beliebig viele Leerstellen zwischen Wörtern. Die Variable [$IPDEST] nimmt immer die Zieladresse auf, [$IPADDR] die jetzt dem lokalen PC zugewiesene IP-Adresse.

Eine ganz raffinierte Möglichkeit ein Login zu bekommen sind REXX-Skripte. Damit lassen sich auch Besetzt-Zeichen oder Fehler abfangen. Wer den Zugriff aufs Internet weitgehend automatiseren möchte, braucht ein REXX-Skript.


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