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Installation und Konfiguration des IAK für den Einsatz mit der Toppoint

Verbindungen zur Toppoint werden entweder mit SL/IP (Serial Line Internet Protocol) oder PPP (Point to Point Protocol) realisiert. Das Internet Access Kit (IAK) aus dem WARP BonusPack liefert alle nötigen Dateien und Programme.

Installation der Programme

Die Installation des IAK ist einfach. Die Bonus Pack CD oder Diskette einlegen, im Verzeichnis \INTERNET INSTALL.EXE aufrufen und das Paket wird auf dem Bootlaufwerk installiert. Dabei wird gleich ein Ordner IBM Internet Connection for OS/2 auf der WPS erzeugt, in dem alle Programme sowie die spärliche Dokumentation zu finden sind.

Konfiguration des IAK für die Toppoint

Zur Konfiguration muß zuerst das Programm SLIPPM.EXE gestartet werden. Im Ordner IBM Internet Connection for OS/2 ist es verkappt als Dial Other Internet Providers zu finden.

Das Interface für SLIP- und PPP-Verbindungen

Der erste Internetzugang wird mit Add Entry konfiguriert. Auf Seite 1 werden die Logininformationen eingetragen. In das Feld 'Name' kommt der Name des Providers (Toppoint). Er darf nicht länger als acht Zeichen sein, Sonderzeichen sind nicht erlaubt. Im Feld 'Description' kann eine Beschreibung des Zugangs stehen (PPP). Die 'Login ID' ist der Name, unter dem man Zugang zur Toppoint hat. Ich habe hier meinen normalen Loginnamen stehen (kapeka) und als folgendes Passwort das Passwort, daß ich in tp-slip gewählt habe. Das ist sicher nicht konsistent, aber vollkommen unerheblich, wie zu beweisen sein wird. Dennoch sollten die Einträge ausgefüllt sein, ansonsten meckert der Dialer schon mal rum beim Sichern.

Weiter wird auf dieser Seite noch die Telefonnummer des Zielsystems und das Verbindungsprotokoll eingetragen. Dabei kann SL/IP oder PPP gewählt werden. Wer das PPP-Protokoll nicht anwählen kann, hat eine sehr alte Version des Dialers und sollte ich auf jeden Fall eine neue besorgen. Zu finden ist sie immer im PD-Archiv der Toppoint unter /os2/networking oder /incoming/os2. Der Name ist seit einem Jahr immer PPP.ZIP.

Auf Seite 1 werden Provider und Login festgelegt

Übrig bleibt auf dieser Seite das Feld 'Login Sequence'. Dahinter verbirgt sich der komplizierteste Teil der SL/IP-Konfiguration oder PPP-Konfiguration. Die Toppoint bietet beide Protokolle an. PPP ist dabei das Protokoll der Wahl; es ist einfacher zu konfigurieren und meist stabiler als SL/IP.

Eine Seite weiter in der Konfiguration stehen die Verbindungsinformationen, die für die Internetverbindung erforderlich sind. Mit tp-slip wird eine feste Adressen vergeben, die in das Feld Your IP Address einzutragen ist. In das Feld Destination IP Address die IP-Nummer des Zielrechners (193.173.3.3, der Terminalserver Nagus, der ja der nächste Rechner und damit Zieladresse aller rausgehenden Pakete ist). Die Netmask kann leer bleiben.

Wer sowieso PPP benutzen wird oder keine feste IP-Adresse hat, und die Toppoint kann ja durchaus mal wieder in diese Zeiten zurückfallen, braucht diese Felder nicht ausfüllen. Die 'dynamisch' bei jedem Verbindungsaufbau zugeteilte Adresse muß beim Login abgefragt werden, bei PPP wird es vom Protokoll erledigt.

Die MTU Size wird bei SL/IP mit 1006 bei PPP mit 1500 vorgegeben. Das entspricht auch den Standardeinstellungen die mit tp-slip konfiguriert werden. Dort muß, wenn man es lokal ändert möchte, auch Toppointseitig die Einstellung geändert werden. Zur Sicherheit benutzt man aber besser die Standardeinstellungen. Genauso sollte man zunächst auf die Kompression verzichten. Dei Toppoint unterstützt die 'Van Jacobsen Header Compression', wen die Verbindung sicher steht, kann man versuchen die 'VJ Compression' lokal und auf der Toppoint einzustellen. Durch die Kompression kann der effektive Datendurchsatz spürbar erhöht werden.

Bei den nächsten drei Feldern ist vor allem die Definition des Nameservers wichtig. Hier muß die Adresse des Rechners eingetragen werden, der weiß, welche Rechner welche IP-Adressen haben, die sonst nur mit ihrem Namen angesprochen werden. Hier wird die IP-Adresse von picard, dem Nameserver der Toppoint, '193.174.3.1', eingetragen. Keinesfalls darf der Namen des Nameservers eingetragen sein. Wenn z.B. eine Verbindung zum Rechner 'ftp.leo.org' hergestellt werden soll, der dem eigenen System nicht bekannt ist, wird bei picard nachgefragt, der die numerische IP-Adresse zur Verbindungsherstellung liefert.

Der Hostname, in diesem Falle ist der Name des eigenen Rechners gemeint, kann frei bleiben.

Angegeben werden muß dagegen der Name der Domain. Der Domain-Name ist 'toppoint.de'.

Auf Seite 3 der Konfiguration, dem Server Info werden die Server für bestimmte Dienste definiert. Sicherheitshalber sollten hier die IP-Adressen eingetragen werden. Lediglich bei der Adresse des Mailservers sollte dessen Namen angegeben werden. Eine IP-Adresse ist oft ein Grund für Probleme mit dem Mailprogramm Ultimail/Lite. Bislang konnte man immer problemlos '193.174.3.1', also picard benutzen. In tp.sysinfo werden aber mit Sicherheit Änderungen, die durch den Neuzugang laforge anstehen, gepostet.

Für einen POP-Mailer wie Ultimail/Lite oder das neuere PMMAIL muß der Absender eingetragen werden, der den eigenen Mails mitgegeben wird. In der Regel ist es die normale, zugeteilte Adresse, bestehend aus dem Loginnamen (Reply Mail ID) und dem Domainnamen (Reply Domain)des Servers. Beispiel: Lautet der vollständige Absender 'kapeka@toppoint.de' dann käme in das Feld Reply Domain nur 'toppoint.de', als Reply Mail ID 'kapeka'. Die Login ID und das Paßwort für den POP, die beim Login des Mailprogramms benutzt werden, entsprechen der ID und dem Paßwort, die man für das System hat.

Auf der letzten Seite werden die schließlich die Angaben für das Modem eingetragen.

Das erste Feld ist eine Listbox, hinter der sich viele Modemdefinitionen verbergen. Ist das eigene Modem darunter, wird es automatisch richtig initialisiert. Ist es nicht darunter, wird in den Initialisierungstring 1 'ATZ' geschrieben. Im Initialisierungstring 2 kann nun ein zweiter String folgen, der die Vorgaben modifiziert. Für den Anfang ist es am sichersten, ohne Modifizierungen zu arbeiten. Wenn man sich sicher ist, daß das System läuft, kann man versuchen, hier noch etwas zu verbessern.

Leider hat IBM auch in der neuesten Modemliste wenig bei uns gebräuchliche Modems aufgenommen; es fehlen die Zyxels, ELSA und TKR sowieso.

Im Feld Com Port muß der Port stehen, an dem das Modem liegt. In Speed hat die Geschwindigkeit vom Rechner zum Modem stehen und nicht die Geschwindigkeit des Modems. Mit COM.SYS aus WARP kann man 57600 nehmen. Die V.34-Modems mit einer Baudrate von 28.800 werden dabei allerdings unter Umständen schon ausgebremst. Wer eine höhere Geschwindigkeit zwischen Rechner und Modem nutzen möchte, benötigt den Shareware-Treiber SIO.SYS, um COM.SYS zu ersetzen.

Die nächsten Angaben können so belassen werden Als letztes muß noch das Prefix angepaßt werden. Sofern noch Pulswahl erforderlich, muß 'ATDP' eingetragen werden, ansonsten sollte dort 'ATDT' stehen. Ein Versuch macht klug, es passiert nichts, wenn das falsche Prefix angegeben wurde - es wird einfach nicht gewählt. Sollte also nach dem Freizeichen eine Fehlermeldung kommen, muß das Prefix entsprechend geändert werden.

Außerdem finden sich auf dieser Seite noch Einstellungen, die es ermöglichen, den Rechner als SLIP- oder PPP-Server einzustelllen. Um das auch nutzen zu können, braucht es wohl einige Änderungen im Verein.


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