Der Streik bei Flint...

Die Geschichte des Streiks ist schnell erzählt, er hat auch 'nur' fünf Tage gedauert. Es ging nicht um Geld, sondern um Arbeitstempo und Unfallzahlen, ausufernde Überstunden im Autoboom und einen (für amerikanische Verhältnisse) extrem hohen Krankenstand von fast 10 Prozent. Er umfaßte nicht alle GM-Werke in Flint, aber immerhin 25 Fabriken mit insgesamt 11 500 ArbeiterInnen: den 'Buick-Komplex'. Der Streik war in jeder Hinsicht erfolgreich. Organisatorisch gut vorbereitet gab es kaum Streikbrecher; die Werke standen innerhalb 'von Minuten' nach Streikbeginn. Tausende beteiligten sich an den Streikposten oder anderen Streikeinrichtungen wie Gemeinschaftsküche, Pressearbeit, mobilen Einheiten.

Schon am zweiten Streiktag mußte GM zusätzlich zwei Montagewerke in Lansing, Michigan, schließen. Es fehlten die Teile. Am fünften Streiktag standen weitere fünf Montagewerke und zwei Fabriken der Getriebeproduktion. Die Medien, auch das wieder etwas Neues, berichteten breit über den Streik.

Durchgesetzt wurde unter anderem die (Wieder-)Einstellung von insgesamt 779 ArbeiterInnen, davon 212 als Lehrlinge; die Zurückgabe von Wartungsarbeiten an 'eigene' Handwerker; ein Rehazentrum für verschleißerkrankte ArbeiterInnen.


Weiter | Zurück | Inhalt

Heimatseite | Zurück zur Arbeit